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Nachtasyl

Maxim Gorki's Nachtasyl ist zeitlos aktuell. Korneuburg's Werftbühne hat dieses Jahr das Stück umgesetzt.

Das Umfeld

Das Stück fängt gleich mit einer Vergewaltigung an, zwar außerhalb der Bühne, aber doch unüberhörbar laut. Der Zuschauer wird unmittelbar in eine Welt entführt, in der Messer, Status, Alkohol und Geld den Marktwert, den Selbstwert bestimmen.

Schnell wird klar gemacht, wer das Sagen hat, wer die Herzen der Männer erobert, die größtenteils eh nur das gleiche wollen und wie sinnlos und gleichgültig alles eigentlich ist. Für ein bereits über hundert Jahre altes Stück erstaunlich aktuell, aufgepeppt mit aktuellen Sprüchen der Politik, man erinnere sich an die 22 Stunden Woche.

Die Umsetzung

Unterschiedliche Menschen erfahren unterschiedliche Realitäten. Offensichtlich ist das etwa beim Monolog des Politikers, dem Party-Strip, dem anschließenden Nachtgelage aber auch der Reportage von Frau Spira - äh - Elizabetha T. Spirowniara. Gleichzeitig ist jeder immer im gleichen Wirtshaus, in der gleichen Herberge und erfährt doch unterschiedliche Stücke von Glück und Unglück, was wohl auch mit den individuellen finanziellen Möglichkeiten und dem aktuellen Alkoholpegel zu tun hat.

Es ist schwierig, etwas zu kritisieren, dass dermaßen professionell inszeniert und umgesetzt wurde. Schwer zu übersehen, dass die Werftbühne bereits im 5. Jahr auftritt, man darf gespannt auf das nächstjährige "Liliom" von Ferenc Molnár sein (25. Mai 2016).

Video

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Hinweis: Das Video ist "zusammengestückelt". Der erste Teil fast komplett von der Premiere, der zweite Teil von der Generalprobe.

Photos

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Nachlese

Werftbühne Korneuburg
Nachtasyl (Original: На дне) auf Wikipedia
Nachtasyl in der NÖN und im Bezirksblatt
Ka Plan 2014 (Theater in Stockerau)

Besetzung


Wilfried Benes (Oberarzt) als Satin
Gottfried Berger (Zürich Versicherung) als Schauspieler
Andreas Fetter (Bauhaus Fetter) als Leo
Christian Gepp (Bürgermeister) als Tatar
Alfred Gehart (Finanz-Stadtrat ÖVP) als Kostylew
Michael Gröger (Planet Gröger) als Bubnow
Regina Gruber (Corp Feedback) als Spirowniara
Elisabeth Kerschbaum (Stadträtin Grüne) als Kwaschnja
Stefan Koller (Stadtpfarrer) als Luka
Anabella Kutzelnigg (Anabellas Hochzeitsplanung) als Fivie
Erich Löschenbrand (Polizeikommandant) als Schiefkopf
Veronika Löwenstein (Chefredakteurin NÖN) als Aljoschka
Peter Madlberger (Stadtrat ÖVP) als Pepel
Andreas Minnich (Kultur-Stadtrat ÖVP) als Traumprinz
Helmut Mukstadt (Immobilienmakler) als Jaroslaw
Anneliese Peterson (Evangelische Pfarrerin) als Anna
Thomas Pfaffl (Vizebürgermeister SPÖ) als Klenschtsch
Hans Pirgmayer (Gemeinderat FPÖ) als Kirill
Daniela Schalko (Der Standard) als Wasilissa
Uschi Schibl (AV Logistik Center) als Baronin
Peter Schindler (Pfarre Korneuburg) als Ton-Toni
Helmut Schrammel (Malermeister) als Fjodor
Sandra Schütz (Chefredakteurin Bezirksblätter) als Nastja
Alexander Sofer (Gwölb) als Politiker
Michael Vesely (Jurist) als Kameramann
Julia Vozenilek als Natascha
Johann Weber (Gemeinderat ÖVP) als Medwedew
Yara Weiss als Olga


Außerdem


Christian Fetz (MTR): Technik
Jürgen Gabmayer: Intendant
Michael Gröger (Planet Gröger): Bühnenbild
Roswitha Schrammel (Bständig): Kostüme
Karl Wotzek: Regie

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